D-Zug zum Zug

Am Sonntag war ich im Kölner Norden unterwegs. Auf dem Rückweg fuhr ich von Pesch aus kommend, auf dem unsäglichen linksseitigen Radweg am Militärring, als mir ein Rennradler in voller Montur winkend entgegenkam. Er fuhr Richtung Süden und fragte, ob er hier richtig zum Hauptbahnhof sei. „Nicht so ganz.“ war meine ehrliche Antwort. „Häng dich dran, ich bringe dich hin.“

Er hatte eine halbe Stunde, bis sein Zug nach Hamburg abfahren sollte, also gaben wir Gas und wechselten uns in der Führungsarbeit ab, ich auf meinem Trekking-Esel und er auf seinem Carbon-Rennrad. Er kam gerade von einer Fahrradveranstaltung in Pulheim.

Der Radweg wechselte von links nach rechts und wurde ziemlich eng und dreckig. Mit dem Rennrad kein Spaß und als er wieder nach links wechseln sollte, fuhren wir auf der Fahrbahn weiter, auf der wir dann mit durchschnittlichen 30km/h auch bis zum Dom blieben. 18:18 Uhr lieferte ich ihn dann glücklich am Nordeingang ab und er gondelte Richtung HH.